Auf einen Blick: Mit Hund nach Österreich

Gepostet Von Bine am Nov 2, 2017 | Keine Kommentare


Für viele ist Österreich eher im Winter das Reiseziel – Skifahren, logo. Das gestaltet sich mit Hund im Gepäck und unserem Dumbo allerdings eher schwierig, deshalb haben wir kurzerhand im Sommer die Sachen gepackt. Wir wurden nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil mit tollen Landschaften, super Wetter, leckerem Essen und sehr viel positiven Reaktionen belohnt. Alle Angaben sind Stand Oktober 2017.

 

Mit Hund nach Österreich: Die Anreise

Das praktische an unseren Nachbarländern: man kann einfach mit dem Auto über die Grenze düsen. Weil Österreich im Vergleich dazu noch recht langgestreckt ist, bieten sich vom Bodensee bis Passau zahlreiche Möglichkeiten die Grenze zu überqueren. Man nimmt am besten den Weg, der am nähesten am Urlaubsort entlangführt – logisch.

Berner, Bus und Berge: Ein Trio, das gut zusammenpasst.

Berner, Bus und Berge: Ein Trio, das gut zusammenpasst.

 

Einreise: Alle Hunderassen dürfen mit

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – übrigens auch Deutschland – gibt es in Österreich keine Einreisebeschränkungen für bestimmte Hunderassen. Heißt also, alle Hunde egal welcher Form, Farbe, Größe oder Abstammung können im Urlaub dabei sein. Maulkorb und Leine müssen in jedem Fall aber dabei sein – dazu später mehr.

Abgesehen davon gelten die üblichen für Europa gültigen Einreisebestimmungen: Der Hund muss gegen Tollwut geimpft sowie durch einen Mikrochip (in Ausnahmefällen auch Tätowierung) eindeutig identifizierbar sein. Maximal fünf Tiere dürfen einreisen, für jedes Tier muss der EU-Heimtierausweis vorliegen. Ausführliche Informationen könnt ihr auch noch einmal beim österreichischen Gesundheitsministerium nachlesen.

Wandern gehört definitiv zum Österreich-Urlaub dazu - wie hier in Zürs.

Wandern gehört definitiv zum Österreich-Urlaub dazu – und für solche Ausblicke ist das in jedem Fall lohnenswert.

 

Fellige Gäste gern gesehen

Österreich ist in unseren Augen ein wirklich unkompliziertes Land, was den Urlaub mit Hund angeht. Wir haben keinen Campingplatz erlebt, auf dem das Übernachten mit Jodie ein Problem gewesen wäre. Hunde zahlen zwar immer extra Übernachtungsgebühren, sind aber herzlich willkommen. Einige Plätze sind sogar extra mit Duschen für den Vierbeiner ausgestattet – das hat man auch nicht überall. Auch in Restaurants und Cafés hatten wir keine Probleme mit Jodie bedient zu werden – und selbst die Führung in der Rieseneishöhle am Dachstein durfte unsere Bernerdame mitmachen.

Weniger gern gesehen ist in Österreich übrigens Wildcamping. Besonders in touristischen Ballungszentren wird offenbar sehr streng kontrolliert – Tirol scheint hier besonders im Fokus zu stehen. Wer mit dem Bus oder Wohnmobil unterwegs ist, darf auf Parkplätzen übernachten – wie in Deutschland ist das zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit erlaubt. Lässt man sich erwischen, wird man im freundlichsten Fall zum Weiterziehen aufgefordert, im schlechteren Fall drohen hohe Geldstrafen.

 

Öffentlicher Nahverkehr: Der Maulkorb muss mit

Wie wir schon in unserer kleinen Übersicht zum Packen für den Hundeurlaub geschildert haben, gehört bei Reisen nach Österreich unbedingt ein Maulkorb mit ins Gepäck. Gewöhnt euren Vierbeiner vorher an das Tragen und verknüpft es so positiv wie möglich – vor allem, wenn ihr vorhabt, in größeren Städten im Nahverkehr unterwegs zu sein. Aber nicht nur im öffentlichen Nahverkehr kann es sein, dass ihr den Beißkorb, wie er hier genannt wird, anlegen müsst. In der Seilbahn, die zu den Dachsteinhöhlen führt, ist es beispielsweise ebenfalls Pflicht. Übrigens: an belebten Plätzen, wo der Nahverkehr genutzt werden kann (Wien zum Beispiel) würden wir immer empfehlen darauf auszuweichen. Dort, wo es schön ist, sind viele Menschen, ergo viele Autos. Die Parkplatzsuche kann da mitunter wirklich zur Geduldsprobe werden.

Jodie am Grundlsee: An den offiziellen Badestellen sind Hunde nicht erlaubt, abseits davon gibt es aber genug Plätze, an denen man gemeinsam ins Wasser springen kann.

Jodie am Grundlsee: An den offiziellen Badestellen sind Hunde nicht erlaubt, abseits davon gibt es aber genug Plätze, an denen man gemeinsam ins Wasser springen kann.

 

Badeseen: Genau informieren

Österreich macht seinen fehlenden Zugang zum Meer durch gefühlt Tausende Seen wett, die über das ganze Land verteilt liegen. Wer mit seinem Hund im Sommer baden gehen will, sollte deshalb nachprüfen, ob ein Sprung ins Wasser für Vierbeiner erlaubt ist. In der Region Pinzgau etwa ist der Zeller See der einzige See, an dem Hunde baden dürfen – dort gibt es auch einen offiziellen Hundestrand. Am Grundlsee dagegen sind Hunde überall erlaubt – nur an den offiziellen Badestellen nicht. Im Sommersbergsee und Ödensee sind Hunde im Wasser generell verboten. Wir könnten diese Liste ewig so weiterführen – und würden bestimmt doch einen See vergessen. Fragt im Zweifelsfall einfach bei eurem Campingplatz oder der örtlichen Gemeinde nach.

 

Unsere persönlichen Reisetipps

Wir ergänzen natürlich wie immer nach und nach die Links zu den Beiträgen, die wir zu unseren österreichischen Reisetipps noch schreiben werden.

  • Wien und Umgebung
  • Hallstatt und Umgebung
  • Zell am See
  • Wandermekka Lech

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