Sonne und Meer: Usedom

Gepostet Von Bine am Sep 11, 2017 | Keine Kommentare


Wir springen ein bisschen zurück in eine Zeit, als wir noch nicht mit unserem Campervan Dumbo durch die Gegend gefahren sind. Statt Urlaub im Bus gab es Urlaub im großen Zelt – und auch das konnte sehr schön sein. Wie im Sommer 2014, als es für uns nach Usedom ging.

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Urlaub an der Ostsee ist immer ein Erlebnis - wunderschöne Sonnenuntergänge inklusive.

Urlaub an der Ostsee ist immer ein Erlebnis – wunderschöne Sonnenuntergänge inklusive.

Sommerurlaub auf einer beliebten deutschen Urlaubsinsel kann schwierig sein – und viel zu voll. Kein Wunder: Etwa 5 Millionen Menschen übernachten hier jedes Jahr. Einwohner gibt es dagegen gerade einmal 76.500. Wir hatten aber tatsächlich Glück und konnten ein sehr entspanntes Fleckchen finden, auch weil wir uns für den – wie wir finden – richtigen Ort entschieden haben.

 

Trassenheide: Abseits großer Touristenmassen

Sorry Heringsdorf, aber angesichts des kleinen Ausflugs, den wir während unseres Usedom-Aufenthalts dorthin gemacht haben, muss ich sagen: Ich bin froh, dass wir uns nicht dort einen Campingplatz gesucht haben. So weit das Auge reichte, drängten sich die Menschen dicht an dicht – vor allem am Strand. Da wurde der Ort seinem Namen irgendwie gerecht.

Gängiger Anblick auf Usedom: Viele Touristen, volle Strände - so auch hier in Heringsdorf.

Gängiger Anblick auf Usedom: Viele Touristen, volle Strände – so auch hier in Heringsdorf.

Uns hat es stattdessen nach Trassenheide im Nordosten der Insel verschlagen, auf den Campingplatz Ostseeblick. Der Ostseeblick ist zwar auf dem größten Teil des Campingplatzes durch viele Kiefern verstellt, aber das macht gar nichts: so wird man zumindest in der eigenen Unterkunft vor zu viel brütender Sonne bewahrt. Und sonst ist der Platz tatsächlich sehr schön gelegen: nämlich direkt an der Strandpromenade.

 

Viel Platz am Hundestrand

So sind es nur wenige Minuten Gehweg bis zum sehr sehr schönen und sauberen Hundestrand. Der Strand war nicht überfüllt und Jodie hatte viel Platz zum Toben, obwohl wir im Juni/Juli dort waren. Und wenn abends die Tagesgäste wieder abgereist sind, hat es auch niemanden gestört, dass wir außerhalb des Hundestrandes am Meer spazieren gegangen sind.

Spazieren gehen lohnt sich ohnehin: Etwas nördlich vom Campingplatz am Hauptstrand gibt es ein paar Geschäfte am schön gestalteten Strandvorplatz. Dort befindet sich auch die Konzertmuschel, eine kleine Open-Air-Bühne auf der abends oft Livemusik gespielt wird. Wer dann noch weiter in den Kern des Ortes schlendert, kann dort frisch geräucherten Fisch kaufen. Und im Restaurant Nordwind essen. Ich muss dafür hier eine Lanze brechen. Die Pizza war hier nicht nur lecker und die Bedienung freundlich. Ich habe auch die erste und einzige Restaurant-Pizza Hawaii meines Lebens mit frischer (!) Ananas bekommen.

Daneben gibt es im Ort noch weitere Möglichkeiten sich zu beschäftigen – auch, wenn das Wetter den Strandplänen mal einen Strich durch die Rechnung macht. Dazu gehören eine sehr schön gemachte Minigolfanlage, eine Schmetterlingsfarm und eines dieser seltsamen kopfstehenden Häuser.

 

Mit dem Fahrrad über die Insel – oder auch nur 2,5 Kilometer weit

Für uns viel schöner: In der Nähe des Campingplatzes gibt es einen Fahrradverleih. Mittlerweile gibt es sogar eine Verleihstation von UsedomRad direkt am Platz. Da direkt am Campingplatz ein Radweg entlang führt, kann man sich einfach auf den Sattel schwingen und losdüsen – natürlich vorausgesetzt, der Hund kennt und mag das Joggen neben dem Drahtesel. Jodie ist ja unser Kurzstrecken-Berner. Die Strecke nach Zinnowitz (Hin- und Rückweg je etwa 2,5 Kilometer) hat sie aber gut geschafft. Eine gute Alternative gäbe es aber: In Trassenheide hält auch die Usedomer Bäderbahn, die bis zur polnischen Grenze nach Ahlbeck fährt. Hunde, die nicht so klein wie eine Katze sind, zahlen allerdings 50 Prozent des normalen Fahrpreises und müssen Leine und Maulkorb tragen.

Auf einen Blick: Der Campingplatz Ostseeblick

  • Lage: Trassenheide befindet sich im Nordosten der Insel, der Campingplatz selbst liegt direkt an der Strandpromenade – bis zu Sand und Wasser sind es nur wenige Meter.
  • Hundefreundlichkeit: Hunde sind willkommen. Auf dem Platz gibt es für die Tiere sogar eine eigene Dusche.
  • Preis: Die Nacht mit zwei Personen, Hund und kleinem Wohnmobil kostet in der Hauptsaison 27 Euro, in der Nebensaison etwas weniger. Reservierungen kosten einmalig 10 Euro. Für Längerbleibende gibt es Rabattangebote, die aber bei der Anreise direkt mitgebucht werden müssen.
  • Besonderheiten: Der Platz liegt sehr ruhig in einem kleinen Kiefernwäldchen. Trassenheide ist im Sommer zwar auch voll, aber im Gegensatz zu anderen Küstenorten auf Usedom nicht ganz so überlaufen.
  • Weiterempfehlung? Ja – wir fanden den Aufenthalt auch über mehrere Tage hinweg sehr angenehm. Man ist weit genug weg vom Trubel am Hauptstrand, aber nah genug, um auf einem schönen Hundespaziergang alles fußläufig erreichen zu können.

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