Was du beim Camping mit Hund dabei haben solltest

Gepostet Von Bine am Aug 11, 2017 | Keine Kommentare


Am Wochenende geht es für uns auf die nächste Reise. Wohin verraten wir euch natürlich in den kommenden Tagen bei Facebook und Instagram. Und weil man ja gut vorbereitet in den Urlaub starten will, packen wir schon seit einigen Tagen ein, was vorher eingepackt werden kann – im Bus ist ja genug Platz. Obwohl der Hund ja „nur“ ein Hund ist – also keine Klamotten braucht, keinen Kulturbeutel und keine drei Brotaufstriche zum Frühstück (wobei Jodie zu Letzterem eher nicht Nein sagen würde), sollte man an einige Dinge denken. Deshalb gibts heute eine kleine Packliste – einmal ausführlich, und am Ende auch als Pdf-Download zum Abhaken.

Direkt zum Download

 

Das Carepaket: Futter, Leckereien und Medikamente

Wie wichtig so eine Packliste für den Hund ist, haben wir leider selbst erlebt. Als wir vor einigen Jahren Jodie für eine Woche bei sehr lieben Freunden für einige Tage in den Urlaub brachten, mussten wir erstmal noch eine Futterladung ins Urlaubsquartier nachbestellen. Wir hatten nämlich keine Checkliste – und gleich mal die Futtertonne zu Hause vergessen. Ist seitdem aber nie wieder vorgekommen. Ganz wichtig also: Ausreichend Futter einpacken! Wer für seinen Vierbeiner Medikamente benötigt, sollte diese in ausreichender Form einpacken. Auch an Zeckenschutz sollte bei bestimmten Reisen unbedingt gedacht werden. Zudem dürfen auch Leckerchen, Jackpots, Dummy-Füllungen und Co. nicht fehlen. Und wer Dosenfutter verfüttert: Wenn bei einer Fütterung nicht die ganze Dose alle wird, unbedingt an einen Deckel oder Alufolie denken!

 

Immer dabei: Der Impfpass (oder auch ganz offiziell: EU-Heimtierausweis).

Immer dabei: Der Impfpass (oder auch ganz offiziell: EU-Heimtierausweis).

Der Papierkram: Heimtierausweis und Co.

Den Imfpass kramen Hundehalter höchstens zwei- bis dreimal im Jahr hervor: Wenn es zum Impfen geht und wenn es ins Ausland geht. Mit muss das blaue Heftchen aber in jedem Fall, vor allem bei Reisen ins Ausland. Wer ohne fährt, riskiert an der Grenze umdrehen zu müssen. In Norwegen etwa wird ganz genau kontrolliert, ob alle Einreisebestimmungen für den Vierbeiner erfüllt werden. Also gut weglegen – am besten da, wo man den Pass schnell findet. Eine Kopie der Hundehaftpflichtversicherung schadet im Falle des Falles auch nicht und kann wie der Tasso-Ausweis zum Beispiel gut in der Hülle des Impfausweises verstaut werden. Für einige Länder und Rassehunde sollten zudem Abstammungsnachweise mitgeführt werden, um etwaige Verwechslungen mit verbotenen Hunderassen ausschließen zu können.

 

Die Schlechtwetterhelfer: Decke, Handtuch und mehr

Eigentlich sind wir ja kleine Glückspilze: Jodie macht um jede Pfütze einen großen Bogen, Matsch guckt sie nicht mal mit ihrem befellten Popo an und ins Wasser doch bitte eher auch nicht. Bis auf ein paar (mehr) Kletten bleibt unsere Bernerdame also ziemlich oft sauber. An Regenwetter kommen aber auch wir nicht vorbei. Wer Matsch, Sand und Wasser nicht unbedingt in Zelt oder Bus haben will, sollte daher unbedingt eine Schondecke einpacken – und natürlich ein Handtuch. Jodie findet abgetrocknet werden super – dann muss sie den Job nicht selbst erledigen und sich an Sitzbänken, Taschen, Hosenbeinen und allem, was ihr sonst gelegen scheint, trockenreiben. Mittlerweile gibt es übrigens auch Hundebademäntel, die uns fürs Trockenwerden wärmstens ans Herz gelegt wurden. Haben wir aber noch nicht ausprobiert.

 

Praktischer kleiner Helfer: Den Erdhaken einfach in den Boden drehen, Leine festmachen, fertig.

Praktischer kleiner Helfer: Den Erdhaken einfach in den Boden drehen, Leine festmachen, fertig.

Der praktische kleine Helfer: Der Erdhaken

Die meisten Campingplätze verlangen, dass der Hund auf dem Gelände angeleint ist. Wer keinen mobilen Zaun für die Zone rund ums Womo oder Zelt dabei hat, den Hund aber auch nicht die ganze Zeit am Auto befestigen kann oder will (Jodie hat dort etwa die Angewohnheit an den ungünstigsten Stellen im Weg zu liegen), stößt hier schnell an seine Grenzen. Deshalb haben wir immer einen Erdhaken dabei. Einfach an der gewünschten Stelle in den Boden drehen und (Schlepp-)Leine am eingebauten Ring befestigen – fertig. Funktioniert natürlich nur in geeignetem Gelände.

 

Für alle Fälle: Maulkorb, Schleppleine, Schwimmweste

Ja, die Sache mit dem Maulkorb. Wir werden mit Jodie immer sehr schräg angeguckt, wenn sie ihn tragen muss – frei nach dem Motto: Was hat dieser Hund wohl verbrochen, dass er so ein Ding um hat? In 100 Prozent der Fälle gar nichts, aber wer öffentliche Verkehrsmittel nutzen will, sollte immer einen in der Tasche haben. In deutschen Bahnen wird mittlerweile explizit danach verlangt, ihn dem Hund anzulegen. Das ist für Hundehalter nie schön, aber mit dem richtigen Training vorab für die Tiere durchaus erträglich. In einigen Ländern muss der Maulkorb auch an öffentlichen Punkten getragen werden – wie etwa in Österreich. Wir haben für Jodie einen Maul-„Korb“ aus Nylonstoff. Der passt immer in die Tasche, ist schnell angelegt und wurde bis jetzt von jedem Schaffner akzeptiert. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Maulkorb so groß ist, dass der Hund ungehindert hecheln kann.

Im Ortsgebiet* besteht Leinen- ODER Maulkorbpflicht. Bei Bedarf, jedenfalls aber an Haltestellen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Schulen und Kindergärten, auf Kinderspielplätzen sowie bei größeren Menschenansammlungen, wie z. B. in Einkaufszentren, Badeanlagen und bei Veranstaltungen besteht Leinen- UND Maulkorbpflicht.

Quelle: Oberösterreichisches Hundehaltegesetz

Zusätzlich zum Maulkorb haben wir immer unsere Schleppleine dabei und für Ausflüge ans Meer auch Jodies Schwimmweste – auch wenn sie meist eh nur bis dorthin geht, wo sie noch Boden unter den Pfoten spürt. Wir haben immer noch die Hoffnung, dass sie irgendwann doch mal zum Seehund wird. Das Lieblingsspielzeug darf natürlich nicht fehlen – bei uns reicht der Lieblingsteddy, wer mehr braucht, nimmt mehr mit.

Für längere Reisen empfiehlt sich außerdem, eine Reiseapotheke für den Hund mitzunehmen. Darin enthalten sein sollten Einmalhandschuhe, ein Fieberthermometer (plus Vaseline!), Jod oder Ähnliches zum Versorgen kleiner Wunden, eine Zeckenzange und eventuell noch Wundsalbe, Mittel gegen Durchfall oder Erbrechen – das solltet ihr in jedem Fall ganz individuell auf euren Hund abstimmen. Verbandszeug haben wir im Auto und als Reiseset für Wanderungen ohnehin dabei, das nehmen wir nicht extra mit.

 

Jodie hat gepackt - es kann losgehen!

Jodie hat gepackt (oder eher: das menschliche Personal hat für sie gepackt ;-))  – es kann losgehen!

Zum Download: Die Pack-Checkliste

Ihr findet, das war jetzt ganz schön viel? Macht nichts, das geht auch kürzer. Unsere Packliste könnt ihr euch hier ganz einfach als PDF herunterladen und entweder am PC abhaken, oder ausdrucken und per Hand gegenchecken. Euch fehlt etwas? Dann kommentiert hier gerne, damit wir fehlende Dinge noch mit aufnehmen können! (Übrigens: eine tolle Checkliste für den menschlichen Campingurlaub gibt es beim ADAC.)

Packliste herunterladen

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