Mit Hund auf die Lofoten

Gepostet Von Bine am Mai 7, 2019 | Keine Kommentare


Das Wichtigste, was am Ende eines Lebens bleibt, sind die Erinnerungen. Wir erinnern uns gerne an die Zeit mit Jodie zurück, denn sie hat uns sehr viel gegeben. Zu diesen Erinnerungen gehören auch viele wunderbare Ausflüge, die wir gemacht haben – und dieser Stopp auf unserer Norwegen-Reise, gehört sicherlich zu den schönsten. Denn die Lofoten sind nicht nur allein vom Anblick her, sondern vor allem für Reisende mit Hund ein Erlebnis. Und weil man für diesen wunderbaren Flecken Erde ein paar mehr Tage auf der Norwegen-Reise einplanen sollte, gibt es heute auch gleich drei Stellplatz-Empfehlungen.

Stellplatz Reine – direkt zur Bewertung
Campingplatz Ramberg – direkt zur Bewertung
Stellplatz Lødingen – direkt zur Bewertung

Der südlichste Zipfel der Insel: Entspannung in Å.

Das kleine Paradies aus etwa 80 Inseln im Norden des Landes wird gerne als “Norwegen in a nutshell” (Norwegen in der Nussschale) bezeichnet, weil es einfach so viel unglaubliche Landschaft und so viel Abwechslung auf einmal bietet. Es ist ein Wanderparadies und ein Badeparadies, im Sommer ein großartiger Ort, um die Mitternachtssonne zu genießen und im Winter ein Mekka für Polarlicht-Jäger. Es gibt tolle Postkarten-Motive mit kleinen roten Fischerhütten, sattblauem Meer und massiven Bergketten im Hintergrund – und einfach wahnsinnig viel zu entdecken.

Anreise: Von Süden mit der Fähre, von Norden auf der Straße

Zwei (gängige) Wege führen auf die Lofoten: Wer mit dem Auto kommt, nimmt entweder die Fähre von Bodø und erreicht so den südlichen Teil der Inselgruppe, genauer gesagt den Ort Moskenes auf der Moskenesøya. Die Fährüberfahrt dauert etwa dreieinhalb Stunden, der Hund muss während dieser Zeit im Auto bleiben. Auch bei gutem Wetter kann es hier sehr windig und damit schaukelig werden – wenn ihr oder euer Vierbeiner schnell seekrank werdet, dann denkt an entsprechende Versorgung vor der Überfahrt. Reservieren mussten wir übrigens nicht, wir hatten direkt Glück und sind beim ersten Anlauf mitgekommen. Wer Planungssicherheit möchte, dem sei eine Reservierung aber empfohlen.

Von wegen Frühling: Auch im März können die Lofoten noch tief verschneit sein.
Von wegen Frühling: Auch im März können die Lofoten noch tief verschneit sein.

Seit einigen Jahren gibt es aber auch einen Landweg im Norden, mit dem ihr bequem von Narvik aus auf die Lofoten kommt. Für diesen solltet ihr aber einige Zeit einplanen. Schon zum Fähranleger in Bodø braucht man mit dem Auto von Oslo aus gesehen 16 Stunden mit dem Auto – reine Fahrtzeit. Fast 1200 Kilometer sind zurückzulegen. Wer von Süden aus den Landweg über Narvik nimmt, ist noch einmal mehr als 600 Kilometer und zehn Stunden mehr unterwegs. Man sollte sich also gut überlegen, welche Route wo wirklich Sinn macht – und welche am besten für den eigenen Hund ist. Neben der Bodø-Überfahrt gibt es noch weitere Fährverbindungen. Einen Überblick könnt ihr an dieser Stelle finden.

Wer im Winter unterwegs ist, dem seien sehr gute Winterreifen, idealerweise mit Spikes empfohlen. Ansonsten gehören mindestens Schneeketten ins Handgepäck. Auch wenn bei uns schon der Frühling mit sonnigen 15 Grad Einzug gehalten hat, kann auf den Lofoten noch Schnee liegen und das nicht zu knapp.

Ganz oben:  Jodie auf dem Keiservarden., einem unserer Lieblingsziele auf den Lofoten.

Lofoten mit Hund – ein Wandertraum

Ist man erstmal auf den Lofoten angekommen, hat man beim Camping mit Hund die Qual der Wahl. Die Routen, die man laufen kann, scheinen schier endlos – für jeden ist etwas dabei. Sei es von ganz gemütlich und kurz zu irgendeinem wunderschönen Strand oder von lang und steil auf einen der zahlreichen Gipfel. Auch einfach über die Inseln fahren und hin und wieder an den schönsten Stellen anhalten und sich umsehen, ist natürlich möglich. Aber ehrlich gesagt: Wer auf den Lofoten nicht gewandert ist, der hat die Lofoten nicht richtig erlebt.

Weil die Auswahl an Wandertouren wirklich vielschichtig ist, werden wir noch weitere Beiträge schreiben, in denen wir unsere Wandererfahrungen mit euch teilen. Ausführliche Tourenbeschreibungen und Wandertipps könnt ihr im Internet am besten bei “Rando-Lofoten” finden. Dort kann man die Touren jeweils nach Schwierigkeit, Zeitaufwand und Insel filtern – und auch danach, ob sie mit Hund geeignet sind. Aber auch bei outtt.com gibt es Wandertouren – allerdings sind die Beschreibungen hier in englischer Sprache verfasst.

Buchtipp: Wanderführer für Lofoten und Vesteralen

Ganz ohne Wanderführer sollte man die Lofoten nicht besuchen – denn auch wenn man die Einheimischen immer um einen guten Rat fragen kann, sind einige Einstiege in Wanderungen doch etwas schwerer zu finden. Auf unserer Reise haben wir den Wanderführer “Lofoten und Vesterålen: 50 Touren” von Rother genutzt und waren sehr happy. Die Schwierigkeitsangaben sind allerdings etwas mit Vorsicht zu genießen, wenn man aus dem Flachland kommt. Leichte Routen können durchaus schweißtreibend sein! Auch für Winterwanderungen ist der Reiseführer leider nicht immer hilfreich. Einige Touren sind bei Schnee und Eis nämlich definitiv leider nicht zu empfehlen.

Reinebringen mit Hund?

Eine Wandertour, die ganz oben auf der Liste vieler Reisender steht, ist die auf den Reinebringen. Der Ausblick vom Hausberg des malerischen Fischerdörfchens Reine gehört wohl mit zu den bekanntesten auf den Lofoten. Denn der Gipfel hält nicht nur einen wunderbaren Blick auf die Umgebung, sondern auch einen versteckten See bereit, den man vom Fuß des Berges nicht sehen kann. So toll die Aussicht aber auch sein mag, die Wanderung auf den Berg ist nicht ganz ungefährlich. Zahlreiche Schilder warnen vor dem Aufstieg. Bei nassem Wetter oder nach regnerischen Tagen ist vom Aufstieg gänzlich abzuraten, weil der Boden teils sehr locker und der Aufstieg sehr steil und unbefestigt ist. Einige Touristen sind hier bereits ums Leben gekommen.

Das Fischerdörfchen Reine gehört wohl zu den meistfotografierten auf den Lofoten. Der Reinebringen im Hintergrund ist ein beliebter, aber auch nicht ungefährlicher Berg.
Das Fischerdörfchen Reine gehört wohl zu den meistfotografierten auf den Lofoten. Der Reinebringen im Hintergrund ist ein beliebter, aber auch nicht ungefährlicher Berg.

Als wir auf den Lofoten waren – im Frühsommer 2016 also – haben wir den Aufstieg mit Jodie versucht, weil es trocken war und wir uns zugegeben auch ein bisschen von der verlockenden Aussicht auf den tollen Ausblick haben anstecken lassen. Zum Wandern gehört allerdings auch dazu, dass man umdrehen sollte, wenn es nicht geht.

Auf Biegen und Brechen den Gipfel erreichen wollen ist nie eine gute Idee. Alleine hätten wir es vielleicht sogar bis nach ganz oben geschafft. Nach etwa einem Drittel des Weges merkte man Jodie aber deutlich an, dass die Tour zu schwierig war. Teilweise geht es wirklich über nackten, steilen Stein an dem es für den Hund keine Möglichkeiten zum Halt finden gibt. Wir sind also dem Hund zuliebe umgedreht.

Steintreppe soll den Reinebringen sicherer machen

Ob es nun an Jodies Körperbau und Kondition lag, dass es nicht geklappt hat oder ob generell abzuraten ist, wollen wir nicht beurteilen. Wir haben einige Bekannte auf Instagram, die den Weg nach oben sogar im Winter bei Schnee und Eis antreten und einige, die ihn als leicht und problemlos bezeichnen – die kommen allerdings aus Finnland, vielleicht ist es also eine Frage der Erfahrung.

Für alle die, die jetzt ein bisschen enttäuscht die Köpfe hängen lassen, eine gute Nachricht: Es gibt hoffentlich bald Abhilfe. Die Kommune baut derzeit eine Steintreppe – das macht den Weg vielleicht etwas leichter, auf jeden Fall aber sicherer. Ein wenig dauert es aber wohl noch: Derzeit ist offenbar ein Drittel des Weges fertig. Reine allein ist dennoch einen Besuch wert – und man kann dort sogar günstig campen.

Blick auf Reine i Lofoten - ganz kitschig mit Möwe.
Blick auf Reine – ganz kitschig mit Möwe.

Stellplatz neben toten Fischen

Wenn man von der Fähre rollt und nicht auf dem Campingplatz nahe des Anlegers auf den Lofoten übernachten möchte, bietet sich Reine als gute Stellplatzalternative an. Direkt im Hafen des kleinen Fischerdörfchens gibt es einen Parkplatz, auf dem man stehen darf. Die Übernachtung kostet mittlerweile Geld – 200 Kronen (Stand 07/2016). Dafür hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung. Wenn die Sonne scheint ist das Frühstücken ein Traum, auch wenn der Untergrund eher schotterig war bei unserem Besuch.

Frühstück with a view: Camping in Reine am Hafen. Einer der wenigen Tage, an dem wir Temperaturen von mehr als 20 Grad hatten.
Frühstück with a view: Camping in Reine am Hafen. Einer der wenigen Tage, an dem wir Temperaturen von mehr als 20 Grad hatten.

Übrigens: Wer Fisch nicht mag, dem raten wir vom Camping hier ab. Direkt nebenan werdet ihr zumindest im Sommer nämlich große Holzgestelle finden, auf dem Skrei getrocknet wird. Der Fisch wird im Frühjahr gefangen und dann aufgehängt, damit er später als Trockenfisch verkauft werden kann.

Der Anblick könnte ein bisschen gewöhnungsbedürftig sein, wir fanden es tatsächlich eher interessant als störend. Und für Hunde ist der Fischgeruch sicher eine sehr nette Erfahrung 😉 Für eine Gassirunde lohnt sich übrigens ein ausgedehnter Spaziergang durch das Dorf – und wer Lust auf Kuchen hat, dem empfehlen wir das wirklich hübsche Kaffee “Bringen” zu besuchen.

Auf einen Blick: Stellplatz in Reine

  • Lage: Direkt im Fischerdörfchen Reine am Wasser. Ein super schönes Auslaufgebiet für den Hund gibt es in der Nähe nicht so richtig, aber dafür ist der Ausblick beim Aufwachen ein Traum.
  • Preis: 200 Kronen pro Nacht – also etwa 20 Euro, je nach Umrechnungskurs etwas mehr oder weniger.
  • Besonderheiten: Direkt nebenan wird ab dem Frühjahr hier Skrei zum Trocknen aufgehängt. Wer Fisch nicht mag, für den könnte die Übernachtung schwierig werden.
  • Weiterempfehlung? Wir fanden den Platz sehr angenehm, weil er auch noch recht unbekannt war und wir ziemlich alleine waren. So konnten wir Jodie ein bisschen umherlaufen lassen und abseits der Leute, die nur kurz für die Aussicht oder eine Tour auf den Reinebringen halten, den Ort erkunden.

Camping unter der Mitternachtssonne

Von Reine aus bietet sich nicht nur ein Ausflug nach Å an, dem Ort am südlichen Zipfel der Moskenesøy, dem offenbar ständig das Ortsschild geklaut wird. (Ist ja auch ein super Name. Wir waren aber artig, versprochen!) Auf dem Weg dorthin bietet sich ein Halt in Sørvågen an. Nur wenige Minuten vom dortigen Wanderparkplatz aus, gibt es eine tolle Wasserfalllandschaft zu sehen.

Wer lieber weiter in Richtung Norden will, der sollte auf jeden Fall in Ramberg einen Stopp einlegen. Nicht nur, dass es dort mit dem Ramberg Strand, Skagsanden Beach und dem Strand nahe Ytresand gleich drei schöne Strandabschnitte gibt, die sich besuchen lassen. Auch Wanderungen zum Kvalvika Beach und zum Ryten bieten sich hier an, genauso wie ein Ausflug ins nahegelege Fischerdörfchen Nusfjord. Und noch etwas kann man von Ramberg aus sehr gut: die Mitternachtssonne beobachten. Übernachtet haben wir mit Jodie in Ramberg auf dem Campingplatz Ramberg Gjestegård.

Im Rücken die Berge, zur anderen Seite Strand - und noch mehr Berge. Der Campingplatz in Ramberg.
Im Rücken die Berge, zur anderen Seite Strand – und noch mehr Berge. Der Campingplatz in Ramberg.

Der Platz nimmt im Sommer keine Reservierungen entgegen, man sollte also rechtzeitig kommen, wenn man über Nacht bleiben will. Wir hatten Glück und konnten so eine besonders denkwürdige Nacht verbringen. Der Campingplatz hat nämlich einen eigenen Strandzugang und von dort aus lässt sich die Mitternachtssonne wirklich toll beobachten. So saßen wir 2016 also nachts um 1 Uhr am Strand und blickten eingemummelt in unseren Schlafsack auf einen wundervollen Sonnenhimmel. Jodie konnte sogar frei laufen, weil außer uns nur eine handvoll Menschen am Strand waren.

Baden kann man theoretisch auch – allerdings war das bei knappen 20 Grad Lufttemperatur und um die 10 Grad Wassertemperatur eher eine Angelegenheit für Menschen, die es etwas kälter mögen.

Mitternachtstraum: Bei gutem Wetter lässt sich die Mitternachtssonne auf den Lofoten gut beobachten. Auch mit Hund.
Mitternachtstraum: Bei gutem Wetter lässt sich die Mitternachtssonne auf den Lofoten gut beobachten. Auch mit Hund.

Auf einen Blick: Der Campingplatz Ramberg Gjestegård

  • Lage: Mitten auf der Flakstadøy ist der Campingplatz ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge. In der Umgebung sind einige schöne Strände fußläufig erreichbar, mit ein paar Minuten Autofahrt gibt es noch weitere Wandermöglichkeiten für Mensch und Vierbeiner.
  • Preis: 270 Kronen zahlt man für zwei Personen mit Wohnmobil, im Zelt ist es etwas günstiger. Jede weitere Person bezahlt noch einmal 20 Kronen pro Nacht extra.
  • Besonderheiten: Der Campingplatz hat einen Privatstrand, der nur für Campingplatz-Nutzer zugänglich ist. Von diesem aus lässt sich im Sommer die Mitternachtssonne herrlich beobachten.
  • Weiterempfehlung? Ja! Man muss zwar früh kommen, denn die Größe des Platzes ist durchaus überschaubar. Aber die Übernachtung lohnt sich, allein um die Sonne nicht untergehen zu sehen.

Zwei beliebte Strände und noch mehr Wanderperlen

Moskenesøy und Flakstadøy sind die wohl bekanntesten und beliebtesten Inseln bei Besuchern der Lofoten. Aber: Es gibt noch mehr zu entdecken. Auf Vestvågøy etwa liegen die wohl bekanntesten Strände der Inselgruppen: Hauckland und Uttakleiv Strand. Ein alter Fahrweg verbindet beide Strände. Er ist sowohl im Sommer als auch im Winter leicht zu gehen und nicht besonders lang – eignet sich also perfekt für einen kleinen Ausflug mit Hund. Im Winter lassen sich hier bei sternenklarem Himmel zudem gut Polarlichter beobachten.

Beliebter Lofoten-Strand: Im Winter geht am Hauckland Strand die Sonne perfekt in Strandblickrichtung unter.
Im Winter geht am Hauckland Strand die Sonne perfekt in Strandblickrichtung unter.
Über dem Uttakleiv Strand tanzen Polarlichter im März - ein wirklich faszinierendes Schauspiel!
Über dem Uttakleiv Strand tanzen Polarlichter im März – ein wirklich faszinierendes Schauspiel!

Im Winter weniger geeignet zum Wandern ist die Ballstadsheia – aber die Tour im Süden der Insel ist für die nächste Norwegen-Sommerreise ein Ziel, das wir uns auf jeden Fall fest auf unsere Route geschrieben haben. Freunde von uns waren bereits da – mit Hund und die Aussicht, ach was sollen wir sagen?

Mehr von Berner-Hündin Airi, ihrer großen Schwester Tokala und den Rosebrock’s auf Tour findet ihr übrigens bei Facebook.

Und so zieht sich das weiter fort – denn auch auf Vestvågøy, Gimsøy und Austvagøy sind die Wandermöglichkeiten schier endlos. Und wenn man dann am äußersten Rand der Lofoten angekommen ist und schon denkt auf den Vesterålen angekommen zu sein, dann ist da noch Digermulen. Der kleine Ort am Raftsund ist der Ausgangspunkt für unsere Lieblingswanderung auf den Lofoten. Und ja, das Dorf gehört noch mit zu den Lofoten – obwohl ein Blick auf die Karte eigentlich etwas anderes sagt.

Lieblingswandertour: Digermulenkollen

Denn eigentlich befinden wir uns schon auf Hinnøy, der größten Insel der
Vesterålen. Dass Digermulen zumindest administrativ Teil der Lofoten ist, liegt historisch begründet – denn bevor es Brücken und Tunnel gab, die die Inseln miteinander verbanden und für den Autoverkehr problemlos zugänglich machten, war das Dorf nur auf dem Seeweg zu erreichen und mehr in Richtung Svolvær orientiert. Die Zuordnung ist geblieben – und das Lofoten-Feeling, das sich einstellt, wenn man auf den Digermulenkollen (auch Keiservarden genannt) hinaufkraxelt, unterstreicht das noch.

Ausblick vom Keiservarden auf den Raftsund. Live noch viel schöner!
Ausblick vom Keiservarden auf den Raftsund. Live noch viel schöner!

Die Tour ist ein echter Geheimtipp, da es hier wesentlich ruhiger zugeht als auf den bekannteren Inseln. Eine ausführliche Beschreibung des Weges mit all seinen Schönheiten (aber auch Tücken) bekommt ihr noch einmal in einem Extra-Wanderbeitrag.

Nachdem wir im Sommer 2016 auf den kleinen Gipfel geklettert waren, haben wir hinterher jedenfalls sehr verzweifelt nach einem Campingplatz gesucht, auf dem wir wenigstens duschen konnten. Auf dem Campingplatz Gullesfjord Camping gab es keinen Platz mehr für uns (immerhin wir konnten duschen – aber naja. Andere Geschichte.), aber zum Glück haben wir etwas weiter östlich noch eine kleine Perle entdeckt.

Campen, wo Fähren vorbeiziehen

Der Ort Lødingen gehört nun wirklich zu den Vesterålen, ist aber ein guter Stopp für die An- oder Abreise auf die Lofoten. Nicht nur, weil man nur wenige Minuten von der E10 hierher braucht. Nein, auch Fähren machen regelmäßig am Fähranleger Halt. Die Hauptverbindung führt nach Bognes aufs Festland. Und im Gegensatz zur Fährverbindung nach Bodø ist man hier um Einiges schneller unterwegs — nämlich nur eine statt drei Stunden.

Eine wunderbare Übernachtungsmöglichkeit mit einem tollen Fjordblick und einem eigenen kleinen Aussichtshügel bietet Hjertholmen Camping. Das ist kein Campingplatz, sondern ein kleiner Stellplatz für Wohnmobile auf dem kleinen Inselausläufer Hjertholmen.

Der gesamte kleine Stellplatz ist somit umgeben von Wasser. Auf der einen Seite liegen kleine Boote im Hafen. Auf der anderen Seite kann man die Fähren auf ihrer Route vorüberziehen sehen, ohne dass es stören würde.

Und obwohl der Platz nur etwa für 40 Wohnmobile Raum bietet, hatten wir keine Probleme hier zu übernachten. Es wäre auch noch genug für Spätankommer frei gewesen. Übrigens: Es gibt auch einen kleinen Strand, an dem Hund die Pfoten im Wasser kühlen kann. Naturgemäß mit Algen und Steinen, aber für eine kurze Abkühlung oder eine Tobe-Runde allemal gut.

Wenn das mal kein Ausblick ist: Meer, Berge, Fähren - alles zusammen ist ein Camping-Traum!
Wenn das mal kein Ausblick ist: Meer, Berge, Fähren – alles zusammen ist ein Camping-Traum!

Auf einen Blick: Hjertholmen Camping Lødingen

  • Lage: Nur wenige Kilometer südlich der E10 in Lødingen. Man erreicht den Platz über einen kleinen Damm. Wer nicht ein unglaubliches großes Auto fährt, hat aber keine Probleme den Platz zu erreichen.
  • Preis: 170 Kronen pro Nacht mit zwei Erwachsenen.
  • Besonderheiten: Man steht auf einer kleinen Insel – ist also rundum von Wasser umgeben. Auch einen kleinen Strand gibt es, der auch für Hunde zugänglich ist.
  • Weiterempfehlung? Morgens die Tür öffnen, auf ein Bergpanorama mit Wasser blicken und idyllisch einige Fähren vorüberschippern sehen? Auf jeden Fall!

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